Gemüse und Blumen

Die Idee hinter unserem gärtnerischen Tun ist der Anbau einer möglichst großen Arten- und Pflanzenvielfalt auf kleiner Fläche. Durch den gemischten Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen, wird das Schöne mit dem Nützlichem verbunden und in ein natürliches Gleichgewicht gebracht.

Warum wir tun was wir tun?

Ein alter Freund und Tierarzt erzählte uns einmal die folgende Geschichte:

„Die Blüte des Wiesenknopfes oder Pimpinelle genannten Pflanze beherbergt die Larven eines sehr selten gewordenen Schmetterlings. Der Dunkle Wiesenknopf – Ameisenbläuling ist ein Tagfalter, welcher eine Symbiose mit Ameisen bildet. Die Larven des Schmetterlings haben einen Lockstoff an sich, welcher die Ameisen dazu bringt die Larven in das Ameisennest zu tragen. Dort angekommen fressen die Larven die Eier der Ameisen auf und überlassen den Ameisen im Gegenzug dazu ein zuckerhaltiges Sekret. Nachdem die Larven sich satt gefressen haben überwintern sie im Ameisenbau und verpuppen sich knapp ein Jahr nachdem sie gelegt wurden. Im Frühling schlüpfen die Bläulinge und der Kreislauf beginnt von vorn.“

Diese Symbiose ist Ausdruck für die Grundprinzipien unseres täglichen Handelns, in dem wir versuchen, diesem Zauber des ineinanderwirkens Raum zu geben.

Herbst 2020